PwC-Studie: Stationärer Handel bleibt relevant – unter veränderten Vorzeichen

01.08.2017

25.000 Endkunden befragten die Wirtschaftsprüfer und Marktforscher von PricewaterhouseCoopers (PwC) zu ihrem Kaufverhalten in Bezug auf stationäre und Online-Aktivitäten und wie sie sich das Shopping von morgen vorstellen können. In der Studie „Total Retail“ zog PwC daraus sechs Thesen.
Die für den stationären Handel wichtigste: Das stationäre Geschäft bleibt relevant, wird sich aber zum Showroom entwickeln. 54 Prozent der Befragten in Deutschland gehen mindestens einmal pro Woche in ein Geschäft, vor allem für Lebensmittel, Gesundheitsprodukte, Heimwerkerbedarf sowie Möbel und Haushaltswaren.
Mit der Rollenveränderung ist aber nicht der negativ belastete Begriff „Showrooming“ gemeint: Die Kunden wollen gut ausgebildete Verkäufer und deren Beratung sowie die Möglichkeit, zu erfahren, ob Waren in einer anderen Fililale oder im Onlineshop des Händlers vorhanden sein könnten. Ein solcher "Showroom" bedeutet dann für den Händler, mit seiner Beratungs- und Servicekompetenz zu punkten und seinen Online-Handel stützen zu können. Wieder einmal zeigt sich: Die nahtlose Verzahnung der verschiedenen Kanäle wird in Zukunft unverzichtbar sein. Und: Gegenüber dem reinen Online-Handel kann der stationäre Handel auch in Zukunft noch punkten.

Weitere Thesen der Studie „Total Retail“ beziehen sich eher auf den Online-Part des Business:
Amazon treibt Innovationen voran und verändert das Kaufverhalten.
Kundenloyalität ist nicht (mehr) selbstverständlich – Data Analytics ist der Schlüssel zum Kunden.
Mobile ist fest im Kaufprozess verankert – neue digitale Features gestalten Mobile Shopping noch komfortabler.
Social Media Netzwerke haben sich bei jüngeren Konsumenten als Online-Inspirationsquelle etabliert – aber auch die Ansprache älterer Zielgruppen lohnt sich.
Datensicherheit ist für das Kundenvertrauen unverzichtbar.

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